Programm
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Nürburgring, Mosel und Rhein in einer Reise vereint
Raps wohin das Auge blickt
Unser treuer Begleiter
Ausblick ins Moseltal
Moselidyll
Die "verkleidete" Burg Eltz
Die Burg in voller Pracht
Schnell auf die andere Rheinseite
Ausblick auf den Kölner Dom

Nach einem ausgiebigen Besuch am Nürburgring steht eine anschließende Tour durch die Eifel auf dem Programm bevor es wieder zurück in das Ruhrgebiet geht. Wir halten uns in Richtung Müllenbach, das in den frühen Jahren der Rennstrecke vor allem durch die Südschleife berühmt wurde. Hier kam man aus der Zielgraden in die Südschleife, um dann mit extrem schnellen Kurvenkombinationen runter nach Müllenbach zu fahren und dann wieder bergauf zurück in Richtung Start und Ziel. Die Bundesstraße 257 in Richtung Kehlberg und Ulmen ist unser Ziel.

Am Straßenrand Wiesen in einem satten Grün, gelb blühende Rapsfelder, die einen wunderbaren Farbkontrast bilden. Wir durchqueren die Eifel und kommen uns manchmal vor wie auf einem Hochplateau. Wenn man durch den Ort Köttelbach fährt, liegt linke Hand der Hochkehlberg mit 675m. Danach geht es hindurch durch kleinere Ortschaften in Richtung Ulmen. Nach Ulmen wechseln wir auf die B 259 Richtung Büchel und Cochem. Die tolle Weitsicht ermöglicht einen wirklich schönen Ausblick in die traumhaft schöne Landschaft der Eifel, die viel mehr zu bieten hat als Motorsport. Vom Hochplateau aus geht es nun richtig steil hinunter in das Städtchen Cochem an der Mosel.

Dann kurz vor Cochem machen wir eine kurze Pause auf einem kleinen Rastplatz, der einen tollen Blick ins wunderschöne Moseltal freigibt. Bis dato eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche Strecke, die zahlreiche Zwischenstopps bietet. Mit der Straße direkt an der Mosel entlang haben wir unser erstes Etappenziel erreicht und fahren in südlicher Richtung am Strom entlang durch viele kleine Ortschaften. Rechts und links liegen die Weinberge und viele kleine Winzerbetriebe laden zum Imbiss und zur Weinprobe ein. Unser Ziel aber ist Zell an der Mosel. Von hier aus geht es zurück in Richtung Koblenz.

Wir fahren über die B416 auf der linken Moselseite und genießen den Ausblick auf Burgen und alte Fachwerkkunst. Vom Zielort Zell aus gibt es nur eine Uferstraße in Richtung Cochem, die B 49, die uns an der beindruckenden Burgruine der Metternichs vorbeiführt. Ab Karden kann man beide Seiten der Mosel befahren. Wir haben uns wie gesagt für die B416 entschieden. Sie führt uns kurz hinter Karden auch zur Burg Eltz. War die nicht früher auf dem 500 DM-Schein? Wir haben die Wahl zwischen 1,8 km Fußweg oder 18 km außen um den Berg herum mit dem Auto. Kurzerhand bleibt der Oldie stehen und wir laufen zur Burg. Ein steiler Weg – auf dem Hinweg bergab, aber auf dem Rückweg natürlich bergauf. In einer Waldlichtung erhaschen wir einen ersten Eindruck. Scheinbar uneinnehmbar steht sie dort, zu ihren Füßen ein kleiner Fluss, in dem wir unsere Füße kühlen. Die Burgführung war interessant und der Blick in die Schatzkammer lässt die Jahrhunderte alte Tradition des Hauses und seine Geschichte erahnen. Nach einem anstrengenden Fußmarsch zurück zum Oldtimer machten wir uns auf wieder auf den Weg zur Mosel. Unterwegs diskutierten wir die Frage, ob die 18 km mit dem Auto nicht die bessere Wahl gewesen wären.

Nun geht es in Richtung Brohl, Pilling und Münster-Maifeld, wo es eine sehenswerte Kirche in der Dorfmitte gibt. Nach einem kurzen Zwischenstopp geht es wieder zum Fluss. Unser Tagesziel ist Koblenz, wo Mosel und Rhein zusammenfließen. Nach dem Bezug unseres Hotel suchen wir uns in der herausgeputzten Altstadt eine gemütliches Plätzchen, um regionale Köstlichkeiten zu probieren. Wir entscheiden uns für das Wirthaus „Alt Coblenz“ am Plan 13, ein schöner kleiner Marktplatz mit vielen Stühlen und einer sehr schönen Atmosphäre. Wein und Essen waren ein sehr guter Tagesausklang.

Am nächsten Morgen beschert uns der Wettergott Kaiserwetter für unsere zweite Etappe in Richtung Köln. Vorher machen wir allerdings einen kurzen Zwischenstopp am Deutschen Eck, um uns das Treffen von Mosel und Rhein anzuschauen und einen Blick auf das Gelände der Bundesgartenschau zu werfen. Wir verlassen Koblenz in Richtung Neuwied. Nach einigen Kilometern mit viel Industrie am Straßenrand nutzen wir die erste Gelegenheit, um mit einer Autofähre auf die andere Rheinseite überzusetzen. Von hier aus fahren wir in Richtung Bonn. Auch wenn die Strecke nicht so romantisch ist wie die Moselstrecke und nicht direkt parallel zum Fluss gebaut ist, gibt es viel zu entdecken, wie zum Beispiel den Drachenfels.

Unsere Mittagspause machen wir auf Schloss Bensberg, von wo aus wir einen herrlichen Blick genießen. Schließlich geht es über die verschlungenen Landstraßen im Bergischen zurück in Richtung Remscheid. Das letzte Stück darf der 190 SL noch einmal auf der Autobahn in Richtung Bochum sein Können und seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen.

Michael Ruess

 
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