Desenzano del Garda
Desenzano del Garda ist mit knapp 26.000 Einwohnern die größte Stadt am Gardasee und liegt im Südwesten des Gardasees in der Provinz Brescia. Das pittoreske Städtchen bietet einige Sehenswürdigkeiten, die schnell zu erreichen sind und dem geneigten Besucher trotzdem genügend Zeit lassen, sich der guten Küche und den Weinen zu widmen.
Desenzanos Zentrum ist die Piazza Malvezzi am alten Hafen, der durch eine Brücke vom neuen Hafen getrennt und von schönen Palazzi und Promenadencafes umsäumt ist. Unbedingt erwähnens- und sehenswert ist die nur wenige Meter von der Piazza entfernte Villa Romana (Römische Villa), die die Bedeutung Desenzanos zur Römerzeit dokumentiert und für ihre figurenreichen römischen Mosaikböden sowie die kunstvollen Alltagsrelikte bekannt ist.
Santa Maria Maddalena ist die Hauptkirche Desenzanos. Der gesamte Innenraum des Renaissancebaus aus dem 16. Jahrhundert gleicht einer Gemäldegalerie, geschmückt mit Gemälden von großen Künstlern wie Zenone Veronese, Andrea Celesti (Taufe Christi, Palma il Giovane und Domenico Brusasorzi. Unter den großflächigen Ölgemälden ist "Das letzte Abendmahl" von Giambattista Tiepolo besonders hervorzuheben.
Peschiera del Garda
Peschiera del Garda hat nur knapp 9300 Einwohner und liegt am Südostufer des Gardasees in der Provinz Verona. Hier ist die historische Altstadt mit ihrer sternförmigen, völlig vom Wasser umgebenen Festung, mit ihren 2250 Metern an Mauern die größte Militäranlage am Gardasee, und dem kleinen Yachthafen zu erwähnen.
Ausserdem ist Peschiera interessant für Weinkenner, denn die Stadt ist Teil des Weinbaugebiets Lugana.
Verona
Verona ist die Hauptstadt der Provinz Verona und mit 260.000 Einwohnern von überschaubarer Urbanität. Sie ist die Stadt des berühmtesten Liebespaares der Welt, Romeo und Julia, auf deren Spuren man wandeln kann. In der Casa Gulietta kann man auf dem Balkon stehen, auf dem Julia einst stand, um danach das ehemalige Franziskanerkloster San Francesco al Corso zu besichtigen, in dem sich Romeo und Julia trauen ließen und in dem auch das Grab der unglücklichen Julia liegt.
Genauso bekannt ist Verona für seine Arena di Verona, zweitgrößtes Baudenkmal Italiens nach dem Kolosseum im Rom, und Schauplatz der berühmten Opernfestspiele (Juli-September) mit Aufführungen von z.B., "Aida", "Carmen", "Tosca" und "Nabucco".
Ein weiteres Highlight ist die Piazza del Erbe (Platz der Kräuter), einer der schönsten Marktplätze Italiens, mit Palazzi, Patrizierhäusern, Stadtturm und in der Platzmitte auf dem Marktbrunnen mit der Madonna Verona, der "Seele der Stadt".
Auch das Teatro Romano di Verona sollte man sich nicht entgehen lassen, hier finden in unregelmässigen Abständen Aufführungen, unter anderem von "Romeo und Julia", statt. Die Statuen und andere gefundene Gegenstände aus den antiken Bauten rund um das Theater kann man im weiter oben am Hang gelegenen Archäologischen Museum besichtigen.
Auch Liebhaber alter Kirchen, Klöster und Museen kommen in Verona voll auf ihre Kosten, es gibt unzählige von ihnen, so Santa Maria Matricolare, Chiesa di S. Anastasia, San Lorenzo, Castelvecchio und Santa Maria Antica und das Museo Archeologico.
Abschließend kann man noch einen Abstecher in die Gartenlandschaft nordwestlich von Verona machen, wo der berühmte Valpolicella-Wein angebaut wird.
Ferrara
Ferrara ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Emilia-Romagna und mit ihren 132.000 Einwohnern auch die größte. Ihre 1391 gegründete Universität ist eine der ältesten Europas.
Ferrara teilt sich in zwei historische Stadtbezirke. Zum einen die Renaissance-Altstadt, bestehend aus Prachtstraßen und großen Plätzen, umgeben von einer neun Kilometer langen Stadtmauer, die nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad besucht werden kann. Zum anderen gibt es noch die mittelalterliche Stadt mit heimeligen Gassen. Im Mittelpunkt steht der Palazzo Schifanoia, ein festungsartiger Bau, der einst für die Familie Este errichtet wurde, eines der ältesten italienischen Adelsgeschlechter.
In beiden Teilen der Stadt kann man Paläste, Schlösser und Museen besichtigen, unter anderem den Palazzo Communale, oder das Museo di Spina, welches sich im Palazzo di Ludvico il Moro befindet. Ein weiteres Museum ist das Museo Archeologico Nazionale di Ferrara im Palazzo Costabili.
Alexandra Stemmann
|