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2010 feiert Jaguar den 75. Geburtstag

Der Markenname Jaguar wird im Jahr 2010 75 Jahre jung. Dieses Jubiläum gibt nicht nur Anlass für einen stolzen Blick zurück - sondern auch für einen Ausblick in die Zukunft. Mike O'Driscoll, Managing Director, Jaguar Cars: "Wir feiern in diesem Jahr unsere großartige Vergangenheit mit einer völlig neuen und modernen Modellpalette. Sie verkörpert 75 Jahre britisches Automobildesign und technische Innovation, denn Jaguar hat schon immer Autos gebaut, welche die hohe Kunst des Automobilbaus zelebrieren. Nicht zuletzt zeigt dies der neue XJ, der in Kürze weltweit eingeführt wird." Dazu Jaguar-Designdirektor Ian Callum: "Mit Blick auf den XK, den XF und den komplett neuen XJ kann ich versprechen, dass Jaguar auch künftig nicht nur im Automobil-, sondern auch im Luxus- und Premium-Design weiterhin eine innovative und führende Rolle einnehmen wird." 2010 kehrt die springende Raubkatze offiziell auf die Rennpisten zurück: mit einem XKR, der in der GT2-Klasse die amerikanische Le Mans Serie (ALMS) bestreitet.

Der Sprung in die Moderne begann 2005: In diesem Jahr feierte eine neue Jaguar Designsprache mit dem Sportwagen XK Coupé und dem XK Cabrio Weltpremiere; gefolgt in 2007 vom vielfach preisgekrönten XF - einer viertürigen und fünfsitzigen Limousine mit der Silhouette eines Coupés und dem Herz eines Sportwagens. Als nächstes unterzog Jaguar 2009 die XK/XKR-Baureihe einer gründlichen Überarbeitung - und führte eine völlig neue Diesel- und Benzinmotorengeneration ein, die den sportlichen Charakter der XF und XK Modelle unterstreichen. 2010 feiert der bahnbrechend neue XJ seine Markteinführung. Er bündelt all jene Werte, die einen schönen und schnellen Jaguar ausmachen. Damit ist die Rundumerneuerung des Jaguar Produktportfolios nach noch nicht einmal fünf Jahren zunächst abgeschlossen. Mike O'Driscoll: "Unser Firmengründer Sir William Lyons wäre sicher sehr stolz auf diese neuen Modelle. Denn sie werden dem von ihm geprägten Anspruch gerecht, innovativ, aufregend und immer auch unverwechselbar zu sein. Jaguar Designdirektor Ian Callum sieht eine Wechselwirkung zwischen Vergangenheit und Zukunft: "Das Jaguar Design der nächsten 75 Jahre muss das Design der vergangenen 75 respektieren und reflektieren. Indem es immer wieder technologische und stilistische Grenzen austestet und weiter verschiebt." Schon immer hätte ein Jaguar die Leute dazu gebracht, beim Vorbeifahren den Kopf nach ihm umzudrehen, sagt Callum weiter. "Unsere Autos verströmen eine Präsenz, die zu Herzen geht. Und sie bestehen den Test der Zeit - indem ihr Design unabhängig von allen Modeströmungen zeitlos bleibt. Ein Jaguar ist auch noch nach Jahren so ikonisch wie am Tag seiner ersten Vorstellung."

Die Jaguar-Geschichte begann 1922 und - wie der Firmenname Swallow Sidecar Company schon sagt - mit dem Bau von Motorradbeiwagen in einem kleinen Werk in Blackpool. Erfahrungen im Automobilbau erwarb das Unternehmen ab 1927 mit der Manufaktur kompletter Karossen für den Austin Seven, den Morris Cowley oder Chassis für Swift, Wolseley, Standard und Fiat. Weil die Räumlichkeiten bald zu eng wurden, zog man 1928 ins 150 Kilometer entfernte Foleshill am Nordrand von Coventry um. Die erste Eigenkonstruktion, der S.S. 1 von 1931, erwies sich trotz der zu dieser Zeit herrschenden wirtschaftlichen Depression als großer Erfolg. Zwischen 1936 und 1940 entstand unter dem seit 1933 neu eingeführten Firmennamen "S.S. Cars" eine ganze Modellpalette, die bis zum S.S. 100 "3 ½ litre" mit 125 "Brems"-PS reichte. 1935 taucht der Name Jaguar erstmals als Zusatzbezeichnung auf Im Oktober 1935 erschien erstmals ein S.S. 100-Modell mit der Zusatzbezeichnung "Jaguar" - bestimmt für die S.S. 2 ½ litre Limousine, der Zylinderkopf-Spezialist Harry Weslake eine Leistungsspritze von 73 auf 100 PS spendierte. Mit den S.S. Jaguar-Modellen assoziierten Kenner bald Kraft und Geschmeidigkeit. Zugleich sahen sie besser aus und waren deutlich günstiger als vergleichbare Konkurrenten. Ab März 1945 fiel die durch den Krieg allzu negativ behaftete Bezeichnung "S.S." komplett weg, und als Markensignet der neuen Jaguar Cars Ltd. ersetzte die springende südamerikanische Raubkatze die Schwalbe der ehemaligen Swallow Company.

Die neue Ära begann sofort mit einem Paukenschlag: Auf der London Motor Show im Oktober 1948 feierte mit dem XK 120 der Urahn der bis heute existierenden XK-Baureihe Premiere. Er verzückte das Publikum auf Anhieb und veränderte die bis dahin geltenden Vorstellungen von einem Sportwagen grundlegend. Auf den XK folgten die legendären Rennwagen C- und D-TYPE. Sie beherrschten den Motorsport der 50er Jahre und gewannen allein fünfmal die 24 Stunden von Le Mans. Der E-TYPE gilt noch heute als eines der aufregendsten Autos aller Zeiten Den atemberaubenden E-TYPE von 1961 halten viele Automobilhistoriker noch heute für einen der aufregendsten Sportwagen aller Zeiten. Sportwagen waren nicht umsonst eine zentrale Facette des Jaguar-Images, doch kamen auch einige der fortschrittlichsten Luxuslimousinen ihrer Zeit aus Coventry: Wie der noch von Firmengründer Sir William Lyons höchstselbst gezeichnete erste XJ von 1968. Aber auch der Mark II (1959-67) wirkt noch heute frisch und munter, was er zu seiner Glanzzeit auch auf den Renn- und Rallyepisten unter Beweis stellte. Auch wenn er mitnichten sportliche Ambitionen hegt, schließt der neue Jaguar XJ 2010 in nunmehr schon achter Generation den Kreis.

 
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