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Maybach - Eine Legende erwacht zu neuem Leben

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Der neue Maybach

Nach sechzigjährigem Dornröschenschlaf feierte die Luxusmarke Maybach im Jahr 2002 ihr Comeback. Im Schoß des DaimlerChrysler Konzerns wurde ein neuer Maybach entwickelt, der an die großartige Tradition der Marke anknüpfen und eine neue Ära prägen sollte.
Das langgehütete Geheimnis um den Nachfolger des legendären Maybach "Zeppelin" wurde nach jahrelanger Entwicklungsarbeit schließlich am 2. Juli 2002 in New York gelüftet - ein Traumwagen für höchste Ansprüche, der dem großen Urahnen alle Ehre macht. "Mit dem Namen Maybach wollen wir den einzigartigen Charakter unseres künftigen Spitzenprodukts betonen und die Tradition einer legendären Marke fortsetzen, deren faszinierende Automobile zwischen 1921 und 1940 höchste stilistische und technische Perfektion verkörperten.", erklärte Professor Jürgen Hubbert, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG, zuständig für Mercedes-Benz Personenwagen und smart.

Geschichte:

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Wilhelm Maybach

Mit der Wiedergeburt der Marke Maybach unter den Fittichen des DaimlerChrysler Konzerns schließt sich ein automobiler Lebenskreis. Denn schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts waren die Namen Maybach und Mercedes eng miteinander verbunden. Wilhelm Maybach, technischer Direktor der Daimler-Motoren-Gesellschaft und langjähriger Weggefährte Gottlieb Daimlers, entwickelte 1900 den ersten Mercedes Typ 35 PS, der mit vorn eingebautem Aluminiummotor, zwei Nockenwellen und fortschrittlichem Bienenwabenkühler ein Meilenstein der damaligen Fahrzeugtechnik und Wegbereiter aller modernen Personenwagen war. Diese einzigartige Entwicklung brachte Wilhelm Maybach den Namen "König der Konstrukteure" ein. Trotz der erfolgreichen Zusammenarbeit verließ Wilhelm Maybach im April 1907 das Stuttgarter Unternehmen, um sich fortan der Konstruktion großer Motoren für den Luftfahrzeugbau zu widmen.

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Maybach 1930

Im Jahre 1909 gründete er gemeinsam mit Graf Ferdinand von Zeppelin die “Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH”, deren Direktor sein Sohn Karl wurde, und konstruierte zunächst Triebwerke für die berühmten Zeppelin-Luftschiffe. 1918 entstand aus dem Luftfahrzeug-Motorenbau-Betrieb die “Maybach-Motorenbau GmbH” mit Sitz in Friedrichshafen am Bodensee. Ab 1919 kehrte die Familie Maybach unter der Regie von Wilhelm Maybachs Sohn Karl zum Automobilbau zurück. Während das erste Versuchsfahrzeug “W 1” noch mit Hilfe eines Mercedes-Fahrgestells das Fahren lernte, wurden ab 1921 die neuen Luxuswagen eigenständig produziert. Dabei wurden die Maybach-Karosserien bei namhaften Fachbetrieben auf Basis individueller Kundenwünsche gefertigt, so dass jeder Wagen eine Einzelanfertigung im persönlichen Stil seines Besitzers war. Während die exklusive Kundschaft ihren Maybach in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Fachfirmen “karossieren” ließ, wird die neue Maybach-Luxuslimousine zu 100 Prozent im Werk Sindelfingen hergestellt.

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Das Maybach-Markenzeichen

Die enge Verbindung mit dem Grafen Zeppelin und den berühmten Luftschiffen spiegelte sich in der Namensgebung für das leistungsstarke Flagschiff des Automobilbauers wieder: dem Maybach "Zeppelin DS 8" mit dem berühmten "MM" als Kühlerfigur. Während damals das Logo für "Maybach Motorenbau" stand, bezeichnen die in einem Bogendreieck verwobenen Buchstaben in der neuen Ära die "Maybach Manufaktur".

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Das Erfolgsmodell "Zeppelin"

Der “Zeppelin”, der ab 1930 gebaut wurde, war mit rund 5,50 Meter Länge der größte deutsche Personenwagen seiner Zeit. Angetrieben wurde er vom ersten "in größeren Serien gebauten Zwölfzylindermotor", der im Maybach 12 debütierte. Der Motor bot einen seidenweichen Lauf und eine hohe Leistungsfähigkeit sowie - bedingt durch die genial einfache Konstruktion - eine hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer. Der "Typ 12"-Motor stützte sich auf die jahrelange Erfahrung, die Wilhelm und Karl Maybach mit vielzylindrigen Triebwerken für die Zeppelin-Luftschiffe "ZR III" und "Graf Zeppelin" gesammelt hatten. Im Maybach DS 8 Zeppelin brachte der Motor aus 7922 Kubikzentimeter sogar 147 kW/200 PS bei 3200/min hervor - für damalige Verhältnisse traumhafte Werte. So stellte die Zeitschrift "Motor" im Januar 1930 bei einem Test dem Maybach-Triebwerk ein herausragendes Zeugnis aus: "Der Zwölfzylinder ist praktisch bereits eine Explosionsturbine." Bis 1941 stellte der Maybach-Motorenbau rund 1800 Fahrzeuge her.

Individualität:

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Ein "langes" Vorbild

Jede Maybach-Limousine war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein wertvolles Unikat, geprägt von Individualität, stilvoller Eleganz und ausdrucksstarker Exklusivität in Verbindung mit einem größtmöglichen Raumkomfort. Diese Ziele verfolgt auch die neu gegründete Automobilmarke Maybach im DaimlerChrysler-Konzern. So stehen auch beim neuen Maybach die intensive Betreuung jedes einzelnen Kunden und die Realisierung anspruchsvollster persönlicher Wünsche an erster Stelle. Deshalb werden die Maybach-Limousinen ganz in der Tradition der Marke nicht per Katalog und Ausstattungsliste, sondern nach einem ausführlichen Gedankenaustausch zwischen Kunde und Kundenberater, "Personal Liaison Manager” genannt, ausgestattet. Dabei steht ein einzigartiges Angebot edelster Materialien, exklusiver Farben und innovativer technischer Details zur Auswahl, das von individuell gestalteten Zierteilen über Intarsien bis zu hochwertigen Business-Ausstattungen im Fond reicht. Bei über zwei Millionen Variationsmöglichkeiten wird die eine oder andere Entscheidung sicherlich schwer fallen. Die “Personal Liaison Manager” kümmern sich aber nicht nur rund um die Uhr um die Kundenwünsche im Bezug auf die Ausstattung des neuen Maybachs, sondern auch um die Planung von Wartungsterminen und allen darüber hinaus anstehenden Fragen und Anregungen.

Technologie:

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Maybach Typ 57 und 62

Ebenfalls ganz in der Tradition des großen Vorbildes steht der Bereich Technologie, für den das Mercedes Technologie-Center (MTC) in Sindelfingen verantwortlich ist. Dem höchsten Qualitätsanspruch und den revolutionären Entwicklungen von Wilhelm und Karl Maybach verbunden bietet der neue Maybach in den Bereichen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Funktionalität und Langlebigkeit die bewährte Mercedes-Qualität. Hinzu kommen weitere Spitzenleistungen der Automobiltechnik, die speziell für den Maybach entwickelt wurden: das weltweit leistungs- und drehmomentstärkste Serientriebwerk in einer Limousine, der “Typ 12”-Motor mit 405 kW/ 550 PS, neuartige Ruhesitze mit bequemer Liegeposition für den Fond, ein 600-Watt-Soundsystem mit Dolby-Surround-Klang an jedem Sitzplatz und eine leistungsfähige Vierzonen-Klimatisierung auf Basis zweier separater Klimaanlagen.

Vorerst können die Maybach-Kunden zwischen zwei Karosserievarianten wählen. Ab Herbst verfügbar ist zunächst die längere Version Maybach 62 mit 6,16 m, in der die Passagiere - dank des langen Radstand von 3,38 m - ein beispielloses Raumangebot und einen angenehmen Komfort geniessen. So können im Fond die Einzelsitze in eine bequeme Liegeposition gebracht werden, die dank automatisch ausfahrender Bein- und Fußstützen ein besonders entspanntes Reisen garantierten. Unter der Motorhaube des Luxuswagens in zweifarbiger Außenlackierung arbeitet das neu entwickeltes V12-Triebwerk mit Biturbo-Aufladung, das mit 550 PS und einem maximalen Drehmoment von 900 Newtonmetern für überlegene Fahrleistungen sorgt. Dank Dreiventiltechnik und leistungsfähiger Katalysatoren unterbietet der Motor die strengen EU-4-Abgaslimits des Jahres 2005. Die zweite Maybach-Limousine Typ 57, deren Karosserie 5,72 Meter misst, folgte einige Monate nach der Premiere.

Premieren des neuen Maybach:

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Auf großer Fahrt Richtung New York

Auf dem 72. Genfer Automobilsalon im März 2002 feierte die automobile Luxusmarke ihre Publikumspremiere mit der Ausstellung des neu entwickelten "Typ 12"-Triebwerkes, das in Anlehnung an die hervorragenden Maybach-Motoren des Urahnen entstand. Im Mittelpunkt der Maybach-Markenausstellung stand die Reminiszenz an die legendären Limousinen, die in den Zwanziger- und Dreißigerjahren zur Elite des deutschen Fahrzeugbaus zählten. Dabei zeichneten sich die stattlichen Luxus-Automobile vor allem durch technische Meisterleistungen, erlesene Qualität und exklusiven Stil aus.

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Premiere in New York

Diese herausragenden Eigenschaften durfte die Weltöffenlichkeit erstmals am 2. Juli 2002 im New Yorker "Regent Hotel" bewundern.Nach seiner Reise vom Werk in Sindelfingen aus via Southampten auf dem Luxusliner "Queen Elizabeth 2" nach New York, präsentierte sich der neue Maybach zwei Tage vor dem Unabhängigkeitsfest in den USA - dem größten Absatzmarkt für die Marke - erstmals der Weltöffentlichkeit und den zahlreichen Journalisten.

Die standesgemäße Atlantiküberquerung im gläsernen Spezialcontainer auf dem Sonnendeck des luxeriösen Luxusliners “Queen Elizabeth 2” erinnerte an die große goldene Ära der zwanziger und dreißiger Jahre, in der Schiffsreisen nach Amerika en vogue war. Per Hubschrauber gelangte der Traumwagen im traditionsreichen Hafen an Land, um kurze Zeit später seine erste Fahrt durch die Straßen von Downtown bis zur eigens gesperrten Wall Street aufzunehmen.

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Generationstreffen

Die Begeisterung und Bewunderung für die außergewöhnliche Highend-Luxuslimousine war nicht nur in New York, sondern auch bei der Europa-Premiere in der Sendung "sternTV" am 3. Juli zu spüren. Professor Jürgen Hubbert präsentierte ein Automobil der Sonderklasse, das sich durch einzigartigen Raumkomfort, erlesene Qualität und exklusiven Stil auszeichnet - ein würdiger Nachfolger der Maybach Zeppelin Ära.

 
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