Programm

Mille Miglia 2005

Durchfahrtszeiten

Die aktuellen Durchfahrtszeiten für die Strecke der Mille Miglia 2005 finden Sie hier.

 
Wiedersehen nach 50 Jahren - Stirling Moss signiert "seinen" 300 SLR in Brescia
50 Jahre nach seinem legendären Mille Miglia Sieg auf dem Mercedes-Benz 300 SLR mit der Starnummer 722 trafen Sir Stirling Moss und sein Fahrzeug am Ort des Geschehens noch einmal zusammen. Bei der Fahrzeugabnahme am 19. Mai 2005 um 14.00 Uhr signierte er den Wagen oben links auf der Motorhaube: „We did it to together, many thanks and affection. Ciao, Stirling Moss“ (Wir haben es zusammen geschafft, mit großem Dank und Zuneigung, Ciao, Stirling Moss). Unter großem Beifall fuhr Sir Stirling den Wagen um 21.40 Uhr von der Startrampe und übergab nach einer Ehrenrunde durch Bresia den Platz auf dem Fahrersitz an Jochen Mass. Der 300 SLR „722“ war in diesem Jahr vorläufig zum letzten Mal bei der Mille Miglia zu sehen. Ende des Jahres wird er seinen Platz im neuen Mercedes-Benz Museum finden.
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(c)DaimlerChrysler
 
Strecke 2005 - Leicht veränderter Streckenverlauf

Im Vergleich zur Strecke der Mille Miglia 2004 gibt es bei der 23.Auflage des Oldtimerrennens im Mai 2005 einige Veränderungen beim Streckenverlauf. Vor allem auf der 2. Etappe von Ferrara nach Rom hat sich der Routenverantwortliche Gino Danieli einige Neuerungen überlegt. 2005 bietet die Mille Miglia 2005 eine Mischung von fabelhaften Orten, die die vier Jahreszeiten in Italien widerspiegeln: Von der Landschaft der Lombardei und Veneto zu denjenigen von Marken, Umbrien, Latium, Toskana und Emilia; von der romagnolischen See zu den Gipfel von Terminillo (üblicherweise schneebedeckt) und dann Futa und Raticosa.

 
Sieger der Mille Miglia
Die Sieger der Mille Miglia - darunter natürlich auch Stirling Moss und Denis Jenkinson - finden Sie hier:
Mille Miglia 1927 - 1957
Mille Miglia storica
 
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Sieger der Mille Miglia 2005 - Ein Traum geht in Erfüllung
Sieger-Team 2005 - Viaro/De Marco

Mit dem Sieg bei der 23. Auflage der Mille Miglia geht für das Siegerteam Luciano Viaro und Maurizio De Marco ein Traum in Erfüllung. Umjubelt von Tausenden erreichten die beiden offiziellen Fahrer des Alfa Museums am Samstag die Ziellinie in Brescia. Das Siegerauto - ein Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport, Baujahr 1928. Im Ziel dankte ein überglücklicher Luciano Viaro seinen Freunden und seiner Familie für die Unterstützung: "Ich werde diesen Erfolg dem gesamten Alfa Romeo Team und den außergwöhnlichen Autos, die Alfa Romeo in den 30er Jahren gebaut hat, widmen. Ich sende einen warmherzigen und liebevollen Dank an meine Frau Maria Giovanna, die mich immer in meiner Leidenschaft für diesen Sport unterstützt hat mit viel Geduld über Jahre hinweg, und Mimmo Marga, den Manager des Alfa Romeo Museums, sowie an Maurizio Monti, meinen persönlichen Mechaniker."
Getragen vom großen Zuspruch der zahlreichen Zuschauer an den Straßenrändern lieferten sich die Teilnehmer der diesjährigen Mille Miglia heiße Duelle um den Gesamtsieg. Bis zu den Sonderwertungen in Modena war der Ausgang des Rennens noch vollkommen offen. Doch in Modena griffen Viaro und De Marco die direkten Konkurrenten Carlos Sielecki und Juan Hervas im Bugatti T 23 von 1923 an. Nach 32 Sonderwertungen führte das spätere Siegerteam mit einem kleinen Vorsprung von nur 61 Punkten vor dem Team im Bgatti T23. Doch die Alfa Romeo Fahrer konnten den Vorsprung bis ins Ziel retten und sich ihren Traum vom Sieg der Mille Miglia erfüllen. 28 Jahre nach dem Sieg von Hepp/Bauer bei der ersten Auflage der Mille miglia storico feierte die Marke Alfa Romeo einen erneuten Gesamtsieg. Platz zwei belegte das argentinische Team Carlos Sielecki and Juan Hervas vor ihren Landmännern Fernando Sanchez-Zinny and Ernesto Adolfo Neme im Alfa Romeo 6C 1750 GS, Baujahr 1930.

Damenteam-Sieger 2005 Boni/Barziza

Schon fast traditionsgemäß holte sich das Team Boni/Barziza mit 8427 Punkten zum 10. Mal den Damenpokal im BMW 328 Berlin-Rom. Das Team erreichte in der Gesamtwertung Platz 17. Mit diesem hervorragenden Ergebnis waren sie zugleich auch das beste BMW Team der Mille Miglia 2005. Auch wenn sie sich den Titel "Publikumsliebling" sicherlich mit den drei startenden Isettas teilen mussten, die sich sofort einen Platz in den Herzen der Zuschauer eroberten.

 
Prominenz aus Sport, Poltik, Wirtschaft und Showbusiness am Start der Mille Miglia 2005

Nicht nur für die historischen Abteilungen der großen Automobilmarken wie Mercedes Benz, BMW, Alfa Romeo, Jaguar, Porsche, Maserati, Ferrari und Aston Martin ist die Mille Miglia in jedem Jahr ein Muss. Auch Prominente aus Sport, Politik, Wirtschaft und Showbusiness werden vom Mille Miglia Fieber magisch angezogen.
Mit dem Mercedes 720 SSK Nr. 4 erlebten wir Max- Gerrit von Pein, den Präsidenten des Historischen Mercedes Museums von Stuttgart. Mit dem Amilcar CGS 3 '26 Nr. 13 erweckte das Enkelkind des großen Fahrers Clemente Biondetti, Sieger der 4. Auflage der Mille Miglia, die alte Zeit zum Leben. Mit einem der raffiniertesten Alfa von 1930, dem 6C 1750 SS Nr. 16 ließen Karl - Friedrich Scheufele (Chopard) und der ehemalige Formel 1-Fahrer Jackie Ickx ihre gemeinsame Rennerfahrung spielen. Den Bugatti T23 Nr. 19 hatte Galeazzo Pecori Girardi, Präsident von Morgan Stanley Europa, ausgewählt, während der britische Bentley 4.5 Litre Nr. 31 von Rudi Lamprecht, Top Manager bei Siemens Mobile, gefahren wurde. Mit dem Bugatti T35B Nr. 47 ging Prinz Anton von Liechtenstein, Vetter des Königs des gleichlaufenden Fürstentums, an den Start. Bentley stellte neben elf Autos auch bekannte Fahrer: am Steuer des 4.5 Litre SC '30 Nr. 56 Franz-Josef Paefgen, Präsident von Bentely. Im Alfa 6C 1750 GTC Nr. 58 die TG1 Moderatorin Francesca Grimaldi mit Michela Mair, während Kollegin Frederica Balestrieri mit Rai Kolumnist im Fiat 1100 TV das Rennen absolvierte.
Marco Saltalamacchia, Präsident von BMW Italia, war in diesem Jahr im 328 von 1936 unterwegs. In Konkurrenz zu Fürst Leopold von Bayern ebenfalls im 328 und Baron Erich Hilmar von Baumbach, Präsident des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim im BMW 507 mit der Nummer 214.
Die Autoverleiher-Familien Giulia und Ludovico Maggiore im Fiat 500 A und Erich und Alexander Sixt im Mercedes 300 SL erlebten neue Formen des Autofahrens.
Ebenfalls für die Marke Mercedes hatten sich Dirk Hindrichs, Präsident von Schuco ( 300 SL, Nr. 247) und Wolfgang Schrempp, Präsident von Mercedes Italia entschieden (300 SL). Die Hauptrolle spielte 2005 aber die Nummer 300 - der 300 SLR Siegerwagen der Mille Miglia 1955. Mit Sir Stirling Moss und Jochen Mass am Steuer.

 
Raritäten am Start der Mille Miglia 2005
BMW-Damenteam auf Siegeskurs 2003

Die 375 Teams präsentierten bei der diesjährigen Mille Miglia traditionsgemäß einige sehr schöne Raritäten, die aus privaten Garagen oder den großen Sammlungen der Automobilhersteller stammen. Neben dem Jubiläums-Star Mercedes Benz 300 SLR präsentierte die Marke mit dem Stern mit der Startnummer 4 einen 720 SSK, Baujahr 1929, mit Max-Gerrit von Pein am Steuer und mit der Nummer 46 den SSK von Axel und Laura Wülfing, der früher dem Schriftsteller Sir Arthur Doyle gehörte. Mit der Startnummer 207 ging der 300 SL Prototyp von Joachim Schmidt an den Start, der die Carrera Panamericana im Jahr 1952 gewann. Einen weiteren sportlichen Stern fuhr das niederländischen Etienne Veen mit dem 680 S Rennsport von 1927 mit der Nummer 32.
BMW zeigte mit dem 328 Berlinetta Touring mit der Nummer 97, mit dem Baron Fritz Huschke von Hanstein die Mille Miglia 1940 gewann und dem 328 Mille Miglia Touring zwei wichtige Darsteller der Rennhistorie. Im 328 Mille Miglia Touring hatten Franca Boni und Monica Barziza wieder den Sieg in der Kategorie Damenteam im Auge.
Die Marke mit dem "auf den Hinterbeinen stehender Pferdchen" war mit 35 Automobilen vertreten. Darunter der 340 A mit der Nummer 158, der eine Hauptrolle bei der Mille Miglia 1959 mit Franco Cornacchia und Rinaldo Tinarelli spielte, und der 212 Spider Vignale mit der Nummer 170, der 1952 von dem Graf Paolo Marzotto und Marino Marini geführt wurde. Mit dem 275/340, Baujahr 1951 nahmen Michael Willms und Erwin Bach an der Wettfahrt teil, die sich Graf Vittorio Marzotto und Ottello Marchetto bei der Mille Miglia 1952 lieferten. Spaß und Freude am Fahren auch bei der Mannschaft John Jack Croul und Massimo Raimondi im wunderbaren 340 America (Nr. 246), mit dem Gigi Villoresi bei der Mille Miglia 1951 triumphierte. Zwei weitere "Perlen" im Ferrari-Feld waren die 250 TDF-Modelle mit der Nummer 258, mit dem Eugenio Lubich und Luigi Villotti an der Mille Miglia 1957 teilnahmen, und mit der Nummer 324, mit dem Gigi Taramazzo die Neuauflage 1958 gewann.
Aus dem Alfa Romeo Museum kamen sechs historische Exemplare: Der 1750 GS (Nr. 16), am Steuer das eingespielte Duo Karl - Friedrich Scheufele und Jackie Icks. Fernando Sanchez-Zinny mit dem Exemplar 6C 1750 GS, mit dem Giuseppe Campari an der 2. Stelle des Tourist Trophy ankam, verteidigte die Farben des Hauses der großen Schlange und zielte auf den 48. Erfolg. Bedeutend auch die Anwesenheit des 2300 8c Monza Nr. 86, den David und Dana Kendall zur Verfügung stellten. Dieses Exemplar war eine der Hauptfiguren unter den ersten zehn angekommenen Teams in der zweite Hälfte der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Der Alfa 1500 SS Spider Brianza, der mit Anna Maria "Marokkanerin" Peduzzi und Gianfranco Comotti die Klasse gewann, gehört zum " Ferrari Rennstall" und beendete die Mille Miglia 1934 auf Gesamtplatz 13.
Zum ersten mal in der Geschichte der Mille Miglia war die Marke OM aus Brescia mit sieben Exemplaren von 665 SS MM, 665 S, 665 MM, 665 TT anwesend. Und in voller Beachtung der Tradition führten 3 OM, von den Deutschen Heiko Seekamp, Michael Brunner und Oskar Baumann gefahren, die Schlange der 375 Autos an. Der OM 665 SS MM Nr.1, der an der 5. absoluten Stelle in der Mille Miglia 1930 mit Aldo Bassi und Carlo Gazzabini ankam, eröffnete den Laufsteg.
Eine andere Rekordanwesenheit stellte die Marke Bugatti, die dieses Jahr 23 Exemplaren präsentierte - vom T23 Brescia zu dem T35 A und C, von dem T37A zu dem T40 und T40GS, von dem T43 zu dem T44GS und T49.
Jaguar stellte mit dem C-Type und dem D-Type, Hauptfiguren der Mille Miglia '53 und dreimalige Le Mans-Gewinner (1955-1957), zwei historische Raritäten vor. Und während Porsche einen breiten Fächer unter den Privatsammlern vorstellte - 550 A Speedster, 356 A, 550 RS, 1500 GS Carrera, 356 Speedster - waren die eindrucksvollesten Exemplaren echte Museumsstücke, wie der 550, der die Klasse sowohl bei der Mille Miglia als auch bei der Carrera Panamericana gewann. Der Zuverlässigkeitsexpert Mauro Giansante, der im Jahr 2004 Platz sechs belegte, steuerte in diesem Jahr im 550 A RS von 1957 den Gesamtsieg an.
Maserati erinnerte an seine große Taten im Rennsport: der 8C 3000 Nr. 87 siegte mit Giuseppe Campari beim französischen Grand Prix 1933. Ein ausgesprochen außergewöhnliches Exemplare war neben dem wunderschönen Monofaro A6 GCS Nr. 175 von Venanziario und Nicholas Fonte der A6 GCS Nr. 180 von Antonio Falchetti und Antonia Ciocca. Die 50er Jahre lebten mit dem 150S und A6 GCS wieder auf. Mit dem 200 SI mit der Nummer 315 kämpfte Nazario Bacchi, der beim Rennen über tausend Meilen 1982 triumphierte, um den Gesamtsieg.
Aston Martin sendete mit dem DB2 und der DB3 Spider zwei Teilnehmer der Mille Miglia 1953 nach Italien. Absolute Neuheit war der AUTOBLEU 750 MM '54 mit Pahnard 750 Motor und sehr aerodynamischer Karosserie; am Steuer Bianchi/Sigrand.
Ein der meist fotografierten und beliebtesten Autos war wiederum die Isetta. Vor 51 Jahren konnten Cipolla/Broschi die 1600 Km in 22 Stunden 4 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72.3 km/h bwältigen.
Das größte und interessanteste rollende Museum ist wieder in Italien unterwegs!

 
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