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Extraschicht - Nacht der Industriekultur

(c) TWM"Ein Rennen mit einzigartiger Vergangenheit geht in eine neue Zukunft" hatte der veranstaltende ADAC versprochen. Leider konnte er es nicht halten. Trotz eines vollen und durchaus abwechslungsreichen Rennprogramms, das sich aber nur in Nuancen von anderen Oldtimerevents unterschied, blieb die permanent heraufbeschworene Legende namens "Eifelrennen" - ebenso wie viele Oldtimerfans - lieber daheim. Oder eben dort, wo es keinen Eintritt kostet, aber man die begehrten Rennwagen tatsächlich erleben kann. Da entstand an den Abschnitten der Nordschleife schon einmal ein bisschen Gedränge, als der Korso der Porsche-Legenden vorbeifuhr. Zur großen Begeisterung der Fans, auch wenn aus Sicherheitsgründen kein Bestzeiten-Action zu sehen war. Eine kluge Entscheidung für das Leben und die Unversehrtheit der Raritäten, vor allem vor dem Hintergund des tödlichen Unfalls von Hansruedi Portmann im 400 km-Rennen am Samstagmorgen. Den 28.000 Zuschauern, die sich rund um die Grand-Prix-Strecke und im Fahrerlager tummelten, wurde zwischen Strohballen viel freie Sicht auf einige außergewöhnliche Rennwagen und Ausstellungsfahrzeuge geboten. An die heraufbeschworenen alten Zeiten des Eifelrennens erinnerte fast ausschließlich der Sound, den z.B. Jochen Mass bei seinen einsamen Runden auf der GP-Strecke im W154 erklingen ließ. Auch das historische Fahrerlager hatte außer dem neuen Anstrich, der nicht wirklich auffiel, nichts Aussergewöhnliches zu bieten. Zumindest für die normalen Zuschauer. Was in den VIP-Zelten im Fahrerlager so passierte, konnte und wollte wahrscheinlich auch niemand wirklich wissen.
(c) TWMDen Fahrern hat es gefallen, vor allem waren sie für die Chance zu einigen Runden auf der Nordschleife sehr dankbar, für die Zuschauer war mit Ausnahme des vollen Rennprogramms keine wirkliche Verbesserung gegenüber der letztjährigen Nürburgring Classics zu bemerken. Da wäre die Premiere des ADAC Eifelrennens beinahe ins Wasser gefallen, wenn nicht das Wetter ohne Veranstaltereinfluss so versöhnlich gewesen wäre. Die ausgiebigen Sonnenstrahlen lockten am letzten Septemberwochende viele Auto- und Motorradfahrer zu einem ausgiebigen Ausflug in die herbstlich gefärbte Eifel. Durchaus auch mit einem kurzen Zwischenstopp an einem der Nordschleifenabschnitte, um ein bisschen Rennatmosphäre zu schnuppern. Nach der hatte die Legende "Eifelrennen" scheinbar kein Verlangen und verharrte wie in den vergangenen Jahren lieber im Dornröschenschlaf. Die 100 Jahre sind eben noch nicht um...

Nähere Informationen zu den Ergebnissen erhalten Sie unter: www.adac-eifelrennen.de

 
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