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Ennstal-Classic 2000 | Das Festival der Rennlegenden 1999 | Rain in paradise 1999 | Reiseroute Ennstal |
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Ennstal-Classic 1999 Die Rennsportwelt trifft sich in der Steiermark
Auch David Coulthard nutzte wie schon vor zwei Jahren die Zeit zwischen dem Formel 1-Lauf in Spa und dem Grand von Italien zu einer Stippvisite in Österreich. 1997 gewann er eine Woche nach seinem Besuch im Ennstal den italienischen Grand Prix auf der Strecke von Monza. Neben dem Treffen der Rennfahrer-Generationen brachten die Organisatoren Helmut Zwickl und Michael Glöckner auch zwei klassische Rallye-Gespanne wieder zusammen. Der zweifache Rallye Monte Carlo-Sieger Erik Carlsson fuhr wieder gemeinsam mit Gunnar Palm auf einem Saab 93 und Walter Röhrl ließ sich von Jochen Berger den Weg weisen. Die Rallye-Europameister von 1974 Röhrl/Berger bestritten die Ennstal Classic mit einem Porsche Carrera GT von 1960. Ebenfalls am Start der Ennstal Classic: Rauno Aaltonen, Rallye-Europameister von 1965 und Monte Carlo-Sieger 1967, auf seinem Ex-Werks-BMW 2002 tii. Aaltonen gewann die Ennstal Classic im vergangenen Jahr. Zwei Fahrzeuge
stachen aus dem hochkarätigen Starterfeld besonders hervor. Dr. Thomas
Gruber brachte seinen Porsche Typ 64 mit, auch als Berlin-Rom-Wagen bekannt,
den Professor Ferdinand Porsche in den vierziger Jahren als Dienstwagen
nutzte. Er gehörte zuletzt dem 1996 verstorbenen Konstrukteur, Erfinder
und Rennfahrer Otto Mathé, der 1952 auf Porsche-Basis einen Eigenbau erstellte
und damit Rennen fuhr. Auch dieser flache Renner war auf der Ennstal Classic
zu bewundern. Ennstal-Classic 1999 stellte 128 Teams auf harte Probe "Ein kleiner Fehler, und man fällt chancenlos zurück", sinnierte Richard Kaan vor der letzten Sonderprüfung der Ennstal Classic 1999. Der ehemalige Restaurator aus Graz, der die Rallye 1996 gewann, lag weit zurück. Sein Zeigefinger rutschte auf dem Blatt mit der Wertungstabelle immer tiefer runter. Beim zwölften Rang bleibt er stehen: "Naa, da geht nichts mehr". Ein leichter Fehler auf der 544 Kilometer langen Tauernrunde, die diesmal mit viel Regen und Nebel zur anstrengenden Konzentrationsübung wurde, und schon war der Grazer mit seinem Porsche 356A nicht mehr vorn dabei.
Das Vater- und Sohn-Team lag bis zur letzten Prüfung im Ortskern der Marktgemeinde Gröbming noch auf dem zweiten Platz. Doch die Regensburger Dr. Peter Krieglsteiner und Hannes Rothfuß, letzterer saß 1972 bei Walter Röhrls erstem EM-Lauf auf dem "heißen Sitz", verpaßten die Sollzeit um sieben Zehntel Sekunden.
Der Autojournalist Dr. Alfred Prokesch verstärkte sich mit dem zwölffachen österreichischen Rallyemeister Franz Wittmann. Den Platz hinter dem Steuer seines Porsche Speedster ließ sich Prokesch aber nicht nehmen. Wittmann, der 1981 den ersten Audi quattro in einem Wettbewerb fuhr, beherrscht aber offenbar auch den Umgang mit Roadbook und Stoppuhr: Platz drei für die beiden Österreicher vor dem schwäbischen Rallye-Haudegen Paul Ernst Strähle und Walter Näher.
Der fast 70jährige Moss, dessen runder Geburtstag im Ennstal bereits gefeiert wurde eigentlich fand er am 17. September statt -, ließ sich aber nicht beeindrucken: "Erik, sei vorsichtig. Im nächsten Jahr werde ich auch 70 sein, dann klappt es bestimmt so gut wie bei Dir". Carlsson ließ auch jenen Fahrer hinter
sich, den er für den besten Rallyefahrer aller Zeiten hält. Walter Röhrl
vereinte sich nach 23 Jahren wieder mit seinem Beifahrer Jochen Berger.
Das Europameister-Team von 1974 jedoch patzte im Porsche 356 Carrera gleich
bei der ersten Prüfung und arbeitete sich noch auf den 13. Platz von 128
gestarteten Teams vor.
Bestes Team mit Vorkriegsauto Dr. Peter und Helga Bertalanffy mit einem
BMW 327 (1938) Dieses Prachtexemplar
eines Alfa Romeo 6C 2500 Sport von Friedrich-W. Daupin aus Deutschland
wurde 1999 zum schönsten Auto der Ennstal-Classic gekührt. |
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TWM © 2000
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