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Ennstal-Classic 2000

Österreicher siegte bei der 8. Ennstal-Classic

Rudolf Schraml ließ sich in Gröbming zu Recht feiern. Denn schließlich gewann der Ferrari Dino-Pilot das dreitäge Event in der Steiermark vor dem Lokalmatador Rudolf Royer, der mit einem Mercedes 190 SL unterwegs war. Nach der ersten Bergwertung am Stoderzinken belegte Schraml zwar nur den 14. Platz, doch bereits nach der 550 Kilometer langen Tauernrunde, die mit zahlreichen Zeitkontrollen und Sonderprüfungen gespickt war, kämpfte er sich auf Platz 1 vor. Diesen konnte er dann auch bei der letzten Prüfung, dem Grand Prix von Gröbming, verteidigen.


Impressionen von der Ennstal-Classic 2000:

Ehepaar Moretti im Jaguar XK 140   Ehepaar Moss in voller Konzentration

Impressionen als RealVideo-Clip

Gipfeltreffen der Rallye-Stars

Zwei legendäre Rallyepiloten bestritten die achte Auflage der Ennstal Classic in der Steiermark, die vom 30. August bis 2. September 2000 stattfand. Neben „Rallye-Professor" Rauno Aaltonen erlebte Hannu Mikkola in diesem Jahr seine Premiere bei einer der besten Oldtimerveranstaltungen Europas. Auf den steirischen Pass-Straßen steuerte der Finne einen Ford Escort RS 2000 wie in seinen erfolgreichen Anfangstagen als er zum Beispiel 1970 die Marathonrallye London-Mexico gewann. Bild: Jaguar Darüber hinaus ging Fernseh-Star Tobias Moretti mit seiner Frau Julia in einem Jaguar XK 140 von 1954 an den Start. Ebenfalls mit von der Partie: Formel 1 Rennfahrer Eddie Irvine. Der Zweite der letztjährigen Weltmeisterschaft pilotierte einen Jaguar C-Type.



Rallye- Legenden von einst, bei der Ennstal Classic wieder vereint.

Rauno Aaltonens Gesicht ist markant wie seine Sprache, seine Karriere, sein Handeln: Der Finne gilt als "Albert Einstein" der Rallye-Szene, wegen seines großen technischen Wissens. Rauno und der Mini-Cooper, Rauno und die Monte, Rauno und die East African Safari, die er in 22 Anläufen nicht gewinnen konnte. Rauno auf Datsun, Fiat-Abarth und BMW: ein Allrounder, den Walter Röhrl "wegen seines unheimlich klaren Verstandes bewunderte und weil er alles meisterhaft fahren konnte, was sich bewegte."

Walter Röhrl - Christian Geistdörfer: Das Dream-Team der Rallye-Geschichte konnte bei der diesjährigen Ennstal-Classic leider nicht gemeinsam im Porsche 356 Carrera, Baujahr 1966, aus dem Porsche-Museum starten. Keine Wiederaufnahme der alten Zeiten. Wenn Walter zu Christian in der letzten Nacht der Monte Carlo Rallye sagte: "Geistdörfer, schnall` dich an", dann war Kampf bis aufs Messer angesagt, und niemand konnte den Walter dann besiegen, der 1980 und 1982 Rallye-Weltmeister war. Seine Verbrüderung mit der Rutschgrenze führte zu immer mehr auf Vortrieb abgezielten Driften: Dank seiner übernatürlichen Car Control wird er nie aus dem strengen Fenster der Effizienz rausfallen, die er sich selbst auferlegt. In seiner Glanzzeit war er nur mit Ayrton Senna vergleichbar.Walter Röhrl gewann zweimal die Ennstal-Classic.Walter Röhrl gewann zweimal die Ennstal-Classic.

Bild: JaguarNoch während Sepp Pointinger heuer den Nostalgie-Marathon London-Sidney mit seinem privaten Ford-Escort mitfuhr, dann als hervorragender Neunter ins Ziel kam, hatte er mit Hannu Mikkola Kontakt aufgenommen, der lange diesen Bewerb anführte, bevor er sich irgendwo im Dschungel verabschiedete. Hannu versprach: "Ich komme zur Ennstal-Classic" Und er löste das Versprechen ein. Sein Co-Pilot war Sepp Pointinger, den Ford RS 2000 Rallye-Escort stellte Max Lampelmaier, Ford-Händer aus Mattsee zur Verfügung. Der 1942 in Joensu, Mittelfinnland, geborene Hannu Mikkola gewann 24 Rallye-WM-Läufe, er gewann 1970 London-Mexico und 1995 die Neuauflage mit dem restaurierten Sieger Ford-Escort aus dem 70er Jahr. Hannu fuhr 1967 Lancia, ab 1968 für Ford, er war Toyota, Peugeot und Mercedes-Werksfahrer, 1981 bis 1986 pilotierte er den Audi Quattro vom Werk, 1983 wurde er Weltmeister. Herbert Völker, der Hannu bestens kennt, charakterisiert ihn als "Marathon-Man der auch im Sprint unheimlich schnell war, mit einem Wort ein Mann mit langem Atem und Killerinstinkt, der mit seiner breit ausgelegten Intelligenz auch die Technik verstand."


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Zwei neue Etappenorte bei der Ennstal-Classic 2000: Haus im Ennstal und Spital am Pyhrn

Die 8. Ennstal-Classic ist kilometriert und genau festgelegt. Auch in diesem Jahr gab es für das 131 Wagen Teilnehmerfeld neue, wunderschöne und zugleich abenteuerliche Alpenstraßen zu passieren, die dem Motto "Autofahren im letzten Paradies" wieder einmal gerecht wurden.

Das Starterfeld mit einem Bentley TT, Baujahr 1923 als ältestes Auto und einem Triumph TR 6 als jüngstes Auto, bekam am Donnerstag, den 31. August, zur Einstimmung einen Nachtprolog vorgesetzt, der in den Cockpits höchste Konzentration erforderte.

Nach dem Start um 19:00 Uhr in Gröbming wurde eine Stempelkontrolle in Weißenbach bei Haus passiert, um anschließend das Ziel der ersten Etappe in Haus im Ennstal zu erreichen. Um 19:20 Uhr lief ab Schloßplatz in Haus im Ennstal eine Sonderprüfung, in der der 50er Schnitt auf die Sekunde genau einzuhalten war. Zielort des Nachtprologes war der Hauptplatz von Schladming, jener Ort in der Dachstein-Tauern Region, der als Schi-Weltcup-Ort Weltruf erlangte und für seine bestens präparierten Pisten auf der Planai steht.

Am Freitag, den 1. September nam die Ennstal-Classic eine 546 Kilometer lange Strecke unter die Räder. Elf Etappen und acht Sonderprüfungen standen auf dem Programm. Von Gröbming ging es zum Sportunion Zentrum Niederöblarn - Austragunsort der Segelflug-WM im August letzten Jahres, wo auf dem Rollfeld ein Slalom gefahren wurde. Über die Bezirksstadt Liezen und den Pyhrnpaß bewegte sich der Konvoi zum neuen Etappenort von Spital am Pyhrn, bekannt durch seine baroke Stiftskirche, dem Dom am Pyhrn. Von dort lief eine Sonderprüfung nach Weyer, wo die Ennstal-Classic auf dem malerischen Hauptplatz in die Zeitkontrolle einfuhr. Über eine lange Sonderprüfung "Hollenstein" und dem Präbichl lief die mit 126 km längste Etappe nach Seckau, wo die Teilnehmer unmittelbar vor der berühmten Abtei eintrafen.

Die nächste Etappe führte zum A1-Ring, auf dem wieder eine Sonderprüfung gefahren wurde, die auf Hunderstelsekunden gemessen wurde, weiter ging' s in die Braustadt Murau. Über Predlitz und die Turrach erreichte das Feld die Nockalm-Mautstraße, eine der spaktakulärsten Hochalpenstraßen Österreichs. Die Talfahrt aus 2000 Meter Höhe gilt als echter Härtetest für die Oldtimer, bevor sie den Lungau mit dem Etappenort St. Michael erreichen, wo jedes Jahr Tausende Zuschauer die Ennstal-Classic erwarten.

Über Mariapfarr und Prebersee ging es nach Schöder, am Fuße des Sölkpasses, wo die Königs-Etappe gestartet wurde: Regen und Nebel und die hereinbrechende Nacht machten das Teilstück über den Sölkpaß nach Stein/Enns in den letzten Jahren zu einer Schlüssel-Etappe. Von Moosheim wurde eine letzte Sonderprüfung gestartet, die im Zentrum von Gröbming endete.
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Am Samstag, den 2. September stieg in Gröbming der Grand Prix: Die Schlußprüfung der Ennstal-Classic und eine Demonstration von legendären Grand Prix-Rennwagen.


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