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Eifel-Klassik 2000
Formel
1 wieder auf der Nordschleife
Die Eifel Klassik 2000 war um eine weitere Attraktion reicher. Den Organisatoren
um Jürgen Möhle war es gelungen, die Thoroughbred Formel 1-Serie an den
Nürburgring zu locken. Der Höhepunkt für Fahrer und Zuschauer: ein Ausflug
der rund 25 Monoposti von 1970 und 1985 auf die Nordschleife für Demonstrationsrunden.
Der Meisterschaftslauf der Formel 1-Serie auf der Grand Prix- Strecke
fand am Sonntag, den 1.Oktober 2000 statt. Ebenfalls neu im Programm der
Eifel Klassik 2000: ein Zwölf-Runden-Rennen für Rennsportwagen auf dem
GP-Kurs am Samstag. Mit der Gleichmäßigkeitsprüfung und dem 300km-Rennen
für Tourenwagen und GTs kamen vom 29. September bis zum 1. Oktober 2000
insgesamt 550 Fahrzeuge in die Eifel.
Die Nordschleife lebt
Zum
ersten Mal seit dem Feuerunfall von Niki Lauda 1976, der gleichzeitig
das Ende der Nürburgring-Nordschleife als Schauplatz eines Grand
Prixs bedeutete, nahmen historische Formel 1 Rennwagen am 30. September
2000 die berühmt-berüchtigte Eifelrennstrecke wieder unter die
Räder.
Im Rahmen der Eifel-Klassik, mit über 600 teilnehmenden klassischen
Renn- und Sportwagen seit einigen Jahren welweit die größte
Oldtimer-Veranstaltung, fuhren Formel 1 Rennwagen der Baujahre 1970 bis
1985 als Demonstrationsfahrt über die Nordschleife - ein Spektakel,
das sich kein Renn- und Klassiker-Enthusiast, kein Hobby-Fotograf oder
Videofilmer entgehen lassen wollte.
Auf dem Grand-Prix-Kurs ging es dann aber auch "richtig", also
im Renntempo, zur Sache: Über 25 Formel 1 Rennwagen absolvierten
am Samstag zwei Trainingsläuf; das Rennen fand am Sonntag um die
Mittagszeit statt. Lotus 72, Tyrrell (darunter auch der berühmte
Sechsrad-typ P34), March und andere waren dabei und kämpften um die
Meisterschaftspunkte.
Die Eifel-Klassik wird seit 1988 veranstaltet. Sie startete am Freitag
(29.09.2000) mit einem 6-Stunden-Langstreckenrennen für 55 historische
GT-Fahrzeuge und Tourenwagen bis Baujahr 1965 auf dem GP-Kurs. Am Samstag
und Sonntag duellierten sich 200 Fahrzeuge der Baujahre 1927 (dem Eröffnungsjahr
des Nürburgrings) bis einschließlich 1960 in der über
13 Runden dauernden Gleichmäßigkeitsprüfung auf einer
kombinierten Strecke aus Nordschleife und GP-Kurs.
Am Sonntag um 10 Uhr erfolgte der Start des 300-km-Rennens der GT-Fahrzeuge
und Tourenwagen über die Nordschleife. Während der zwölf
Runden konnten die Zuschauer hier Austin-Healeys, Jaguar, Austin Mini
Coopers, einen Porsche 904 GTS oder Ford Mustangs - insgesamt an die 200
Fahrzeuge - in heißer Rennaktion erleben.
Wessen Herz mehr für die automobilen Pretiosen der Zeit vor dem Zweiten
Weltkrieg schlägt, kam bei der HMC-Clubmeisterschaft für Sportwagen
bis 1940 auf seine Kosten: Über zwanzig Fahrzeuge gingen am Sonntag
mit dem Le-Mans-Start in diese Prüfung.
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